Vortragsreihe Klimaschutz
Mit einem interessanten letzten Vortragsabend ging die diesjährige Klimaschutzreihe zu Ende. Stadtwerke-Geschäftsführer Josef Maidl (l.) und Klimaschutzmanager Stefan Salzinger (2.v.r.) bedankten sich bei den Referenten Gisela Kienzle und Matthias Stierstorfer.

Erfolgreicher Abschluss 
der Vortragsreihe Klimaschutz

Stadt und Stadtwerke Dingolfing ziehen positive Bilanz – Themensuche läuft

 

Am vergangenen Donnerstag fand der fünfte und letzte Vortrag der diesjährigen Vortragsreihe Klimaschutz statt. Das Thema: "Heizungsgesetz" und kommunale Wärmeplanung – Was Bürger wissen müssen lockte erneut zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger in den Hörsaal des TZ Puls, um sich über gesetzliche Vorgaben und die Auswirkungen auf ihre persönliche Heizsituation zu informieren.

Dingolfings Klimaschutzmanager Stefan Salzinger begrüßte die über 50 Gäste zu einem „spannenden Vortrag“, wie er sagte. Schließlich seien "Heizungsgesetz" sowie „kommunale Wärmeplanung“ Schlagwörter, die in der öffentlichen Debatte zuletzt für viel Verunsicherung und Ärger gesorgt haben. Zudem kursieren zahlreiche Falschinformationen: "Kann mir der Staat vorschreiben, meine Heizung auszutauschen?" oder "Kann mir die Kommune vorschreiben, wie ich heizen soll?" – „Fragen wie diese beschäftigten die Menschen“, erklärte Salzinger.

 

Bild
„Ein Heizungsgesetz gibt es nicht“

Architektin und Energieberaterin brachte Licht ins Dunkel und stellte gleich zu Beginn klar: „Ein ‚Heizungsgesetz‘ existiert in dieser Form nicht.“ Vielmehr seien die Regelungen Teil des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Wesentliche Eckpunkte: Eine funktionierende Heizung muss nicht zwangsläufig ersetzt werden. Erst beim Neueinbau einer Heizung ab dem 1. Juli 2028 gilt, dass mindestens 65 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien stammen müssen – mit dem langfristigen Ziel von 100 Prozent bis 2045.

Das Fazit des Abends: Wer auf langfristig kosteneffiziente und nachhaltige Heizlösungen setzt, sollte erneuerbare Energien nutzen. Fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas werden durch steigende CO2-Preise zunehmend teurer. Auch Wasserstoff sei für Privathaushalte aufgrund der geringen Energieeffizienz und fehlender Produktionskapazitäten keine wirtschaftliche Alternative.

 

Bild
Kommunale Wärmeplanung nimmt Fahrt auf

Matthias Stierstorfer von den Energienetzen Südbayern (ESB) informierte über die kommunale Wärmeplanung für Dingolfing. In Kooperation mit den Stadtwerken Dingolfing, der eta Energieberatung sowie PricewaterhouseCoopers und der städtischen Klimaschutz-Abteilung wird derzeit eine umfassende Analyse durchgeführt. Ziel ist es, die Potenziale für Fernwärme, Wasserstoff sowie individuelle Heizlösungen wie Pelletheizungen und Wärmepumpen zu ermitteln. Noch in diesem Jahr sollen die Bürgerinnen und Bürger über die ersten Ergebnisse der Analysen informiert werden.

 

Themen-Vorschläge gesucht

Die vielen Fragen zu den Themen des Abends, vor allem aber die hohen Besucherzahlen bei den jeweiligen Veranstaltungen bestätigten den Erfolg der Vortragsreihe. Insgesamt konnten in diesem Jahr knapp 400 Zuhörerinnen und Zuhörer begrüßt werden, die sich unter anderem über bidirektionales Laden, Photovoltaik-Nutzung im Eigenheim und Energiespartipps informierten.

Auch für das kommende Jahr planen Stadt und Stadtwerke Dingolfing erneut eine kostenlose Vortragsreihe Klimaschutz, um Bürgerinnen und Bürger aktiv bei der Energiewende zu unterstützen. Diese Vortragsreihe begleitet zudem die Klimaschutzoffensive der Stadt Dingolfing, die beispielsweise Förderungen für Heizungstausch oder Gebäudedämmung bietet.

Damit auch 2026 interessante und praxisnahe Themen behandelt werden, rufen Stadt und Stadtwerke zur Beteiligung auf: Bürgerinnen und Bürger können Themenvorschläge und Ideen einreichen – per E-Mail an klimschutz@dingolfing.de.